den apparat, der dich und mich nur apparat sein lässt.

für gewöhnlich mag ich warteschleifen, in denen die zeit bis zum freiwerden der nächsten leitung mit klassischer musik überbrückt wird. diese erfüllen ihren zweck und unterhalten mich angenehm.
die agentur für arbeit hat in dieser hinsicht leider eine denkbar schlechte wahl getroffen. die endlos wiederholten ersten vier takte des ersten satzes aus vivaldis vier jahreszeiten machen ich mich will kirre morden!, so dass ich mich vor dem nahenden gespräch erst wieder beruhigen muss.


dann doch lieber das hier. is' ja auch jar keene schlechte musike, wa'!

best of both worlds.

ich muss gestehen...

noch nie wurde ich mir der mannigfaltigen variationen des vogelgezwitschers so gewahr wie heute.
es stellt sich mir die frage, wie sich das gefühl des glücks, der vollkommenheit am schlüssigsten und für außenstehende nachvollziehbar artikulieren lässt.

als sei man von seinem lieblingsgericht überaus gesättigt und verspüre dennoch nicht den ballast der mahlzeit;
als wäre der sauerstoffgehalt des bluts exponentiell gestiegen und ein - durch die entspannung bedingtes - verflachen der atmung völlig bedenkenlos;
als wache man frühmorgens mit dem gedanken daran auf, dass man frei von verpflichtungen ist und liegenbleiben darf.


und immer wieder kann man - selbst als tagtäglich und nur aus diesem grund zwitschernder vogel - diesen affekt nicht ausreichend würdigen und sich oft genug dafür bedanken, dass er einem zuteil werden darf.



will sagen: ich liebe dich. danke!

to the centre of the city where all roads meet looking for you.



† 18. mai 1980.



nun zum erfreulicheren teil:

es sei gesagt, dass ich
gemeinsame mahlzeiten auf balkonen,
aufwachenumblickenglücklichsein,
schöne wochenendpläne,
und (ausnahmsweise auch) großmütterliche weisheiten
besonders gerne mag.

wenn du leben willst, komm' mit mir!

aber eigentlich nun zu dir:

immer wieder ich-maschine.
auch (oder gerade!) nachts um halb vier, betrunken. über kopfhörer.


ich höre.


bob dylan
blonde on blonde

ich lese.


fjodor m. dostojewski
schuld und sühne

ich spiele

ich bin.

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